[RA/BAD:] Erster Mai 2013 – Nachbericht

Bundesweit trugen dieses Jahr revolutionäre Gruppen mit dem Motto „Klassenkampf//Internationalismus//Kommunismus – für eine revolutionäre Perspektive!“ klassenkämpferische Inhalte am Kampftag der Arbeiterklasse auf die Straße. Es beteiligten sich Gruppen aus Berlin, Hamburg, Mannheim, Stuttgart und Villingen-Schwenningen an einem gemeinsamen Aufruf. Außerdem wurde eine gemeinsame Erste Mai-Zeitung herausgegeben.

So unterstützte auch die Revolutionäre Linke Rastatt/Baden-Baden den Aufruf und unterstrich die Wichtigkeit des Ersten Mai-Kampftages für alle Werktätigen mit Vorfeldaktionen wie dem Aufhängen mehrerer Transparente. Diese wurden an wichtigen Verkehrswegen zu hiesigen Großbetrieben sichtbar aufgehängt. Forderungen wie „Streik statt Versöhnung“ oder „Arbeiter organisiert euch“ waren auf dem Weg zum Mercedes-Benz-Werk in Rastatt und Gaggenau zu lesen.

2013-06-21 21.31.34 An der geschlossenen Spanplattenfabrik in Bischweierprangte ein Banner mit der Parole „Die Betriebe denen die dort arbeiten!“, um auch den vor 2 ½ Jahren kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeitern ein Zeichen der Solidarität zukommen zu lassen.

P1010287
Gesichtete Wandbilder in Gaggenau forderten die Notwendigkeit den „Revolutionären Aufbau zu organisieren!“, sowie die Wichtigkeit des Klassenkampfes und der Solidarität.

Eine weitere Aktion war die Verteilung der oben erwähnten Ersten Mai-Zeitung. 2000 Exemplare wurden großflächig in Rastatt, Baden-Baden und dem Murgtal verteilt. Zu den Zeitungen kam noch eine Beilage, welche das Thema der Leiharbeit am praktischen Beispiel der Benz-Werke in Rastatt beschreibt. Dort stellte sich die Revolutionäre Linke Rastatt/Baden-Baden auch kurz vor. Diese Kombination wurde außerdem am 01. Mai auf dem jährlich stattfindenden IGM- Kundgebung in Gaggenau an viele Besucher und Besucherinnen verteilt. Hier ist die Beilage anzusehen.

bild 1. mai Fazit: Wie die Aktionen in anderen deutschen Städten als Teil des Gesamten kann auch unser Beitrag zur Kampagne als Erfolg gesehen werden. Doch hat auch dieser Erste Mai deutlich gezeigt, dass es nicht ausreicht revolutionäre Forderungen indirekt zu verbreiten. Banner, Graffitis und Zeitungen sind zwar ein Grundstein zur Förderung des Aufbaus fortschrittlichen Bewusstseins der werktätigen Klasse. Dennoch darf sich hier nicht auf diesen kleinen Maßnahmen ausgeruht werden. Es gilt in direkte Tuchfühlung mit den arbeitenden Massen, unseren Kolleginnen und Kollegen zu treten, die Diskussion zu suchen und revolutionäre Inhalte weiterzugeben. Es bleibt unsere Aufgabe das Gespräch mit unseren Kollegen und Kolleginnen sowie Genossinnen und Genossen zu suchen und eine revolutionäre Perspektive gemeinsam mit ihnen zu erkämpfen!

P1010300-1

Veröffentlicht unter Berichte, Rastatt/Baden-Baden | Hinterlasse einen Kommentar

Das europäische Krisenregime blockieren! Blockupy 2013 in Frankfurt

Vom 30.Mai bis zum 1.Juni sollen wieder Blockaden und eine internationale Großdemonstation den Protest gegen das kapitalistische Krisenmanagement in Frankfurt sichtbar machen. Die Bankenmetropole ist mit der dortigen Europäischen Zentralbank (EZB) Symbol für eine Politik, die die Lasten der Krise auf die Lohnabhängige Bevölkerung abwälzt. Ein breites Bündnis gewerkschaftlicher, linker und revolutionärer Gruppen ruft daher zu vielfältigem Protest auf!

Aufruf

Infos zur gemeinsamen Anreise auf den Homepages der aufrufenden Gruppen

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Berichte online!

Bundesweit beteiligten sich dieses jahr wieder zehntausende Menschen an antikapitalistischen und revolutionären Aktivitäten zum 1.Mai in der Kategorie. Hier findet ihr nun Berichte von einigen Aktionen an denen die Gruppen der bundesweiten revolutionären 1. Mai Mobilisierung beteiligt waren. Weitere Berichte folgen in den nächsten Tagen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

[S] Kurzbericht vom 1. Mai 2013 in Stuttgart

Im Folgenden findet Ihr einen kurzen Bericht und ein paar erste Fotos vom diesjährigen 1. Mai in Stuttgart +++ antikapitalistischer Block auf der DGB-Demonstration +++ 700 Menschen auf der revolutionären 1. Mai Demo +++ diverse Transpi-Aktionen +++ kleinere Auseinandersetzungen mit der Polizei +++ …

Kurzbericht vom 1. Mai 2013 in Stuttgart

Der Tag begann mit der DGB-Demonstration am Morgen, an der sich etwa 2500 Menschen beteiligten. Stark vertreten waren dort wieder zahlreiche türkisch/kurdische Organisationen, die insgesamt etwa die Hälfte der TeilnehmerInnen stellten. Von gewerkschaftlichen und linken Gruppen wurde zu einem antikapitalistischen Block aufgerufen, an dem etwa 200 Menschen teilnahmen. Auch in anderen Bereichen war die Demonstration von linken und klassenkämpferischen Transparenten und Schildern geprägt, dazu gab es ein Transpi-Aktion an der Route inkl. Feuerwerk.

Vom Abschluss der DGB-Demonstration aus, zog eine unangemeldete Demo zum Auftaktort der revolutionären 1. Mai Demonstration. Sie verlief trotz starker Polizeipräsenz in der Innenstadt ohne Probleme. Die Polizei führte jedoch bei Leuten die einzeln zur revolutionären 1. Mai Demonstration kamen penetrante Vorkontrollen durch. Auch der Lautsprecherwagen wurde längere Zeit aufgehalten. Erneut wurden dabei willkürlich rote Fahnen beschlagnahmt.

Bei der revolutionären 1. Mai Demo, die vorbei am Fest des DGB durch die Innenstadt führte, beteiligten sich etwa 700 Menschen. Mit festen Reihen im vorderen Bereich, vielen Schildern, Fahnen und Transparenten zog die Demo Richtung Stuttgart Heslach. Unterwegs gab es Reden, unter anderem zu den Themen Antimilitarismus, Frauenkampf und Repression. Es wurden mehrere Rauchkörper gezündet und zeitweise ein Top-Transpi über dem vorderen Bereich der Demo mitgeführt.
Während der Demonstration gab es einen Angriff der Polizei, die erfolglos versuchte Transparente zu beschlagnahmen und die Demo kurze Zeit aufhielt. Bei den Auseinandersetzungen, bei der die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzte, wurden mehrere Demo-TeilnehmerInnen verletzt. Festnahmen konnten dabei und auch im weiteren Verlauf jedoch verhindert werden. Die Demo konnte mit weiteren kleineren Rangeleien mit dem Polizei-Spalier, schließlich bis zur Abschlusskundgebung durchgeführt werden. Nach dem offiziellen Teil gab es, wie in den Jahren zuvor auch, eine vermummte Rede der Revolutionären Aktion Stuttgart.

Vom Abschlusskundgebungsplatz wurde noch eine kurze Demo bis zum Fest im Linken Zentrum Lilo Herrmann durchgeführt, wo der Tag schließlich mit einem Polit- und Kulturprogramm zu Ende ging.

Als Fazit lässt sich bis jetzt festhalten, dass die Demo in Stuttgart trotz einer fast ausschließlich lokalen Beteiligung (andere Städte in Baden-Württemberg hatten eigene Mobilisierungen) wieder recht gut besucht war und kämpferisch und gut organisiert vonstatten ging. Den Angriffen der Polizei wurde standgehalten. Die vielen Bereiche der Mobilisierung haben geklappt – von einer starken Präsenz mit Zeitungen und Flugblättern im Vorfeld, zwei militanten antimilitaristischen Aktionen mit Bezug zum 1. Mai in den Tagen davor, einem kämpferischen Ausdruck bei der DGB-Demonstration, einer kraftvollen revolutionären 1. Mai Demo und schließlich einem Fest im Linken Zentrum mit solidarischer Atmosphäre und umfassendem Programm.
Die Mobilisierung hat somit ihren Teil zur weiteren Stärkung linker Aktivitäten und Strukturen beigetragen.

Bilder und weitere Infos:

revolutionäre-aktion.org und

hier

Veröffentlicht unter Berichte | Hinterlasse einen Kommentar

[HH] Bericht vom antikapitalistischen Block am 1. Mai

Am 1. Mai 2013 beteiligten sich rund 500 Menschen am klassenkämpferischen und antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo in Hamburg. Mit zahlreichen Schildern, Transparenten und Redebeiträgen wurden eigene Akzente gesetzt und eine Kritik am sozialpartnerschaftlichen Kurs des DGB in die Demo getragen. Unter dem Motto „RISE UP! Für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft“ hatte ein Bündnis verschiedener linker Gruppen dazu aufgerufen. Im Vorfeld fanden mehrere Veranstaltungen zu sozialen Kämpfen, den Möglichkeiten des Widerstands gegen Staat und Kapital und Ansätzen der Selbstermächtigung von Lohnabhängigen statt (www.rise-up.tk).

Der Block sammelte sich ab 10:30 Uhr am Rand der DGB-Kundgebung auf dem Spielbudenplatz. In mehreren Kurzbeiträgen wurde auf die autoritäre EU-Krisenpolitik und die Kämpfe in Südeuropa eingegangen. Auch eine Kritik an den sozialpartnerschaftlichen Positionen des DGB war Thema. Während sich nach und nach immer mehr Leute um den Lautsprecherwagen sammelten, folgte ein Redebeitrag zum Streik beim Verpackungsmittelhersteller Neupack, der die verfahrene Situation des Arbeitskampfs zum Inhalt hatte. Der Beitrag griff auch die Forderung der Streikenden nach einer selbstbestimmten Streikführung auf, die ihre Entscheidungen selber fällen und nicht allein den Gewerkschaftsfunktionären überlassen wollen. Eine weitere Rede kam von Aktivist_innen vom Refugee Strike aus Berlin und ging auf die aktuellen Flüchtlingsproteste gegen Residenzpflicht, Lager und Abschiebungen ein.

Kurz nach 11 Uhr setzte sich die DGB-Demo, die in diesem Jahr unter dem Slogan „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa“ stand, mit mehreren tausend Teilnehmer_innen in Bewegung. Der klassenkämpferische und antikapitalistische Block reihte sich im hinteren Teil der Demo ein und machte seinen eigenständigen Charakter deutlich. Auf diversen Schildern und Spruchblasen waren Sprüche wie „Klasse gegen Klasse“, „Kapitalismus heißt Krieg“ oder das Wort „Solidarität“ in verschiedenen Sprachen zu lesen. Auf der Demoroute, die durch St. Pauli und die angrenzende Neustadt über die Hafenstraße bis zum Fischmarkt führte, gab es weitere Redebeiträge. Eine Betriebsgruppe aus einem privatisierten Krankenhaus setzte sich mit den dortigen Arbeitsbedingungen auseinander und thematisierte die Frage von Gesundheit im Kapitalismus. Ein anderer Beitrag drehte sich um die miesen Arbeitsverhältnisse bei kirchlichen Trägern. Eine Besonderheit des diesjährigen 1.Mai war nämlich der zeitgleich stattfindende Kirchentag. Der DGB stellte ab 13 Uhr seine Bühne für eine Brückenveranstaltung von Kirchen und Gewerkschaften zur Verfügung.

Der Hauptredner der Abschlusskundgebung des DGB auf dem Fischmarkt war Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Er war vermutlich bereits vor Monaten eingeladen worden, um einen Sieg im Neupack-Streik zu verkünden. Der ist allerdings nicht in Sicht und die Gewerkschaft hat von der Forderung nach einem Tarifvertrag längst Abstand genommen. Viele der Streikenden sind äußerst unzufrieden mit der „Streiktaktik“ und werfen der IG BCE seit längerem vor, den Arbeitskampf abwürgen zu wollen. Die Rede von Vassiliadis wurde daher durch viele Zwischenrufe von Streikenden und Unterstützer_in begleitet. Direkt vor der DGB-Bühne wurde ein Transparent hochgehalten, auf dem „Suche: Klassenkämpferische Gewerkschaft. Biete: Sozialpartnerschaftliche IG BCE“ zu lesen war. „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft“ stand auf einem weiteren Transparent am Rand der Kundgebung. Die Reaktionen der anderen Gewerkschafter_innen waren gemischt. Während manche das Ganze als Störung empfanden, gab es von anderen Applaus und Zustimmung.

Insgesamt hat die Beteiligung an dem Block die Erwartungen der vorbereitenden Gruppen übertroffen. Es ist gelungen klassenkämpferische und antikapitalistische Inhalte in die Demo und Abschlusskundgebung zu tragen und dabei an vorhandene Basiskämpfe anzuknüpfen. Die Gewerkschaften müssen sich wohl daran gewöhnen, dass es eine wachsende Beteiligung aus der revolutionären Linken an der 1.Mai-Demo gibt und die zahmen Parolen des DGB nicht alles sind, was es am internationalen Kampftag der Arbeiter_innen zu hören gibt.

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) hat zum 1. Mai eine Zeitung veröffentlicht. Auf 8-Seiten werden verschiedene Themen behandelt: Kämpfe in der Krise und Fragen der Organisierung, Streik bei Neupack und die außerbetriebliche Unterstützung von Arbeitskämpfen, Aufstieg reaktionärer Bewegungen in Griechenland und Ungarn, Krieg in Syrien, Interview zum Protest gegen Zwangsräumungen in Berlin. Die Zeitung findet ihr hier als PDF (1,4 MB).

www.prp-hamburg.tk

Veröffentlicht unter Berichte | Hinterlasse einen Kommentar

[B] Bericht vom 1. Mai 2013

Am 1. Mai 2013 beteiligten sich mehrere Hundert Menschen am klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration. Das Motto lautete dieses Jahr: Prekarisierung und Privatisierung gleich Profitmaximierung. Dem Kapitalismus den Kampf ansagen! Am Abend fand vom Lausitzer Platz aus die Revolutionäre 1. Mai-Demonstration mit über 20 000 TeilnehmerInnen statt. Die Demonstration erreichte erstmals die Mitte Berlins und zog bis vor das Brandenburger Tor.

In diesem Jahr startete die DGB-Demonstration mit mehreren Tausend TeilnehmerInnen wieder am Hackeschen Markt und zog bis zum Platz des 18. März. Der klassenkämpferische Block lief hinter Verdi am Ende der Demonstration. Vom Lauti des Klassenkämpferischen Blocks gab es Redebeiträge von Yannis Stathas (Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft des Aluminiumwerkes „Aluminium of Greece“ und Abgeordneter im griechischen Parlament für SYRIZA) und von Christos Giovanopoulos vom Netzwerk von prekären und unbeschäftigten Arbeitern aus Athen. Sie gingen auf die aktuelle Situation in Griechenland ein und riefen zu einem gemeinsamen internationalen Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik auf. Die griechischen DelegationsteilnehmerInnen beteiligten sich auch mit Transparenten am Block.

Außerdem sprach ein türkischer Genosse über die Ereignisse und die Polizeigewalt am 1. Mai in Istanbul. Des Weiteren gab es einen Audio-Beitrag vom Free-Mumia-Bündnis zu Zwangsarbeit in Knästen und Privatisierung. In kurzen Beiträgen wurde gegen Niedriglohn und Leiharbeit Stellung bezogen und auf die aktuelle Ausschreibung und drohende Zerschlagung der Berliner-S-Bahn aufmerksam gemacht. Auch das laufende Volksbegehren des Energietisches wurde angesprochen und dazu aufgefordert Unterschriften zu sammeln, damit der Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Energieversorgung gelingen kann.
Es gab auch noch einen Redebeitrag vom Solikreis Neupack Berlin, der sich gebildet hat um den Streik in Hamburg bei Neupack zu unterstützen. Außerdem wurde eine Veranstaltung Mitte Mai mit einem Arbeiter der Fabrik Zanon aus Argentinien angekündigt, die ihre Fabrik in Selbstverwaltung und unter ArbeiterInnenkontrolle betreiben.

In weiteren Beiträgen wurde die Zusammenarbeit des DGB mit der Bundeswehr kritisiert und für den Aufbau einer antimilitaristischen Gewerkschaftsbewegung eingetreten. Zudem wurde gegen rassistische Hetze und Nationalismus Position bezogen und dazu aufgerufen sich an den Blockupy-Protesten in Frankfurt am 31. Mai und 1. Juni zu beteiligen, um gegen die Verarmungspolitik der Troika auf die Straße zu gehen und die EZB zu blockieren. Am Ende wurde dazu aufgerufen sich nach Schöneweide zu begeben um den dort stattfindenden Naziaufmarsch zu verhindern.

Ab 17 Uhr sammelten sich viele Menschen am Lausitzer Platz. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration setzte sich um 19:05 Uhr Richtung Mitte in Bewegung. Die ersten Reihen der Demo wurden von den griechischen GenossInnen gebildet. Dadurch konnte ein Zeichen der internationalen Solidarität gesetzt werden. An der Demonstration beteiligten sich verschiedenste linke Spektren mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten.Ganz vorne fuhr der Bündnislauti, danach kam der klassenkämpferische Block, dann der Jugendblock. Dahinter gab es den antirassistischen Block, einen stadtpolitischen Block und den Blockupy-Block. Außerdem gab es noch einen anarchistischen Block in der Demo. Vom Lauti des klassenkämpferischen Blocks gab es Beitrage gegen prekäre Beschäftigung, Privatisierung, einen Beitrag der Köpi zur Situation des räumungsbedrohten Wagenplatzes sowie einen Beitrag gegen Vattenvall, dessen Gebäude sich auch in der Köpenickerstr. befindet. Nach etwa einer Stunde musste der Lauti des klassenkämpferischen Blockes die Demo verlassen, da es zu einem technischen Ausfall gekommen war. Die Demo konnte ihr Ziel – die Berliner Innenstadt – zur Überraschung vieler in diesem Jahr erreichen.

Weitere Infos:

perspektive.nostate.net

http://klassenkampfblock.blogsport.de

Veröffentlicht unter Berichte | Hinterlasse einen Kommentar

[MA] Nachbereitung zum 1. Mai

In Mannheim fand dieses Jahr eine rege Mobilisierung zum 1. Mai – Kampftag der ArbeiterInnenklasse statt. Eingebettet in eine bundesweite Mobilisierung rief die Rote Aktion Mannheim zu einem antikapitalistischen Block auf der 1. Mai-Demonstration des DGB auf. Im Vorfeld gab es verschiedene Aktionen die mobilisierend für den antikapitalistischen Block wirken sollten, sowie eine revolutionäre Beteiligung an der 40-Jahre-JUZ Nachttanzdemonstration, welche ebenso für die Mobilisierung für den 1. Mai und andere klassenkämpferische Proteste in naher Zukunft (wie etwa den Blockupy Tagen in Frankfurt am Main) werben sollte. Im Folgenden ist die Nachbereitung der Roten Aktion Mannheim zu den Veranstaltungen rund um den 1. Mai in der Quadratestadt dokumentiert.

Der Vormai in Mannheim

In diesem Jahr begannen die Vorberitungen zum 1. Mai vergleichsweise früh. Anfang April veröffentlichte die Rote Aktion Mannheim ihren Aufruf für einen antikapitalistischen Block auf der Demonstration des DGB, zu dem sie mit anderen Gruppen und Einzelpersonen mobilisierte. Zusammen mit dem bundesweiten Aufruf revolutionärer Gruppen wurden in den folgenden Wochen die Kneipen, Jugendzentren und Straßen mit dem klassenkämpferischen Aufruf und den dazu passenden Plakaten bestückt.

Am 25. April fand ein ganztägiges Basteln und Werkeln im Jugendzentrum „Friedrich Dürr“ statt. AktivistInnen bereiteten die Schilder für den 1. Mai vor und malten Transpis. Abends fand noch ein kleiner Mobiinput zu der Mannheimer Mobilisierung und ihrer bundesweiten Einbettung statt. Auch die Historie des revolutionären 1. Mai in der Region wurde beleuchtet.

Am 30. April wurden auf dem traditionellen antifaschistischen Straßenfest in Heidelberg noch einmal Zeitungen und Aufrufe für den antikapitalistischen Block verteilt.

Die Nachttanzdemonstration und die revolutionäre Beteiligung

Ebenfalls mit Bezug auf die 1. Mai Mobilisierung, der Blockupy-Mobi und als eigener Beitrag zum antikapitalistischen Frühling 2013, rief die Rote Aktion Mannheim zu einer revolutionären Beteligung an der 40-Jahre-JUZ Nachttanzdemonstration auf. Durch eine solidarische, aber eigenständige Beteiligung sollten auch auf dieser Demonstration revolutionäre Inhalte vermittelt und für die Aktionen zum 1. Mai und den Blockupy Protesten in Frankfurt am Main mobilisiert werden. Das Konzpt sah vor, sich unterstützend an dem von den GenosInnen der Antifaschistischen Jugend Ludwigshafen/Mannheim organisierten Wagen zu beteiligen und durch Parolen, Fahnen und Transparente, sowie dem, Verteilen von Aufrufen und Zeitungen linke Inhalte nach Außen zu vermitteln. Leider ließ die Einsatzleitung den Wagen der AJLM nicht losfahren. Nach einer peniblen Untersuchung wurden angebliche Mängel an dem Wagen herangezogen um diesen nicht starten zu lassen. Sowohl WagenhalterIn, FahrerIn, als auch DemoanmelderIn hätten mit einer Anzeige rechnen müssen, wäre der Wagen dennoch losgefahren. Außerdem gab die einsatzleitung zu verstehen, dass sie eine Beteiligung des Wagens auch bei einem Ignorieren der Anzeigedrohungen nicht an der Demonstration teilnehmen lassen würde. In diesem Kontext beschlossen sich die AktivistInnen notgedrungen den Wagen stehen zu lassen und mit Transparenten und Fahnen einen eigenen Block auf der Demo zu bilden, um die gewünschte Ausenwirkung zumindest noch in Teilen erreichen zu können. Die Polizei hielt sich nach dieser Schikane den Rest des Abends weitestgehend zurück. Die Demonstration verlief bei ausgelassener Stimmung und wurde trotz Regens ohne Routenverkürzung durchgeführt. Mit parolen, Zeitungen und Pyrotechnik konnte ein kämpferisches Auftreten jenseits reiner Feierästhetik erzielt werden.

Erinnern heißt Kämpfen – Gedenken an Friedrich Dürr

Tags darauf, fand – ebenfalls im Rahmen der 40-Jahre-JUZ Veranstaltungen – ein von der Roten Aktion organiserter Gedenktag an den in Dachau ermordeten Kommunisten und antifaschistischen Widerstandskämpfer Friedrich Dürr statt. AktivistInnen hängten an prägnanten Orten Plakate auf, die an das Handeln des ermordeten Antifaschisten erinnern sollten. Abends fand im Anschluss noch eine Infoveranstaltung statt, die das Leben und Wirken Friedrich Dürrs genauer beleuchtete.

Für eine revolutionäre Perspektive – Antikapitalistischer Block auf der 1. Mai Demonstration

Um 09 Uhr fanden sich die ersten GewerkschafterInnen am DGB Haus in Mannheim ein um den 1. Mai – den Kampftag der ArbeiterInnenklasse – zu begehen. Auch AktivistInnen des antikapitalistischen Blocks fanden sich schon früh am Auftaktort ein, stellten sich auf, verteilten Zeitungen und Aufrufe. Die diesjährige Demonstration war von vorneherein von der Tarifauseinandersetzung der RNV Angestellten (Regionalverkehr/Straßenbahnen und Busse) geprägt, die sich entschlossen hatten den 1. Mai streikend und kämpferisch zu begehen.

Als die Demonstration startete reihte sich der Antikapitalistische Block zentral in den Aufzug ein. Nach kurzer Zeit war der Block auf ca. 70 – 80 Personen angewachsen, die lautstark und kämpferisch eine Absage an Sozialpartnerschaft im speziellen und dem Kapitalismus im allgemeinen formulierten. Mit Parolen wie „Klasse gegen Klasse – Krieg dem Krieg – Kampf dem Kapital bis der Frieden siegt“ und „Gegen Hartz und Niedriglohn – für die soiziale Revolution“, dem Verteilen von Flyern und den bundesweiten 1. Mai Zeitungen konnte ein eigenständiges Bild vermittelt werden, welches den Konzepten von DGB Spitze und Sozialdemokratie konträr entgegensteht. Angekommen am Marktplatz in der Innenstadt – dem Ort des DGB Festes zum 1. Mai – wurden die verlogenen Reden der Sozialdemokratie mit lautstarker Wut angegriffen und der Rdner Rebmann konnte mehrmals aus dem Konzept gebracht werden. AktivistInnen des antikapitalistischen Blockes verteilten im Anschluss noich mehrere hundert Zeitungen an die sehr interesierten Besucher de Festes.

1. Mai Nazifrei – Mannheimer Mobilisierung zu den antifaschistischen Protesten in Frankfurt am Main

Die Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim organisierte für den Anschluss an die antikapitalistischen Proteste in Mannheim eine Anreise zu den antifaschistischen Aktionen in Frankfurt am Main. Mit ca. 30 Leuten aus dem antikapitalistischen Block wurde zum Zugtreffpunkt am Mannheimer HBF gelaufen um im Anschluss mit Auto oder Zug nach Frankfurt gereist.

Die Faschisten konnten an diesem Tag in Frankfurt nicht laufen und fuhren zu Ersatzveranstaltungen nach Hanau und Weinheim-Sulzbach. Die sozialrevolutionäre Demonstration wurde leider abgesagt, aber zumindest konnte mit mehreren tausend TeilnehmerInnen noch eine spontane Demonstration zum eigentlichen Auftaktort der geplatzten Demonstration durchgeführt werden. Auch hieran beteiligten sich die aus Mannheim Angereisten mit einem eigenen Transpi und dem weiteren Verteilen der 1. Mai Zeitungen.

Fazit

In diesem jahr wurde – wie bereits schon im letzten Jahr – zu einem antikapitalistischen Block auf der DGB-Demonstration aufgerufen und ebenfalls zum zweiten Mal fanden die Aktionen eingebettet in eine bundesweite Mobilisierung zum 1. Mai statt. Die Teilnehmerzahl des Blockes konnte trotz des fehlenden Großévents aus dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Mobilisierung zum 1. Mai fiel in diesem Jahr im Gesamten umfangreicher aus. Mobilisierungsmaterial wurde wochenlang in der Stadt verteilt und verklebt, Info-und Bastelveranstaltungen dienten der Vorabinformation und der praktischen Vorbereitung und mit dem Versuch der Beteiligung an der Nachttanzdemonstration konnten auch revolutionäre Inhalte im Vorfeld vermittelt werden. Zahlreiche kleinere Aktionen, wie etwa das Friedrich Dürr Gedenken rundeten die Kampagne ab.

Wir werten die diesjährige Mobilisierung als Erfolg, konnten wir uns schleißlich an einer bundesweiten Mobilisierung beteiligen und regional stärker auftreten als noch im Vorjahr. Mit einer Zeitung, Aufrufen, verschiedenen Plakaten und der Platzierung klassenkämpferischer Inhalte konnten antikapitalistische Positionen verstärkt Einzug in die 1. Mai Mobi in der Quadratestadt finden. Für das nächste Jahr gilt es an den Erfolgen anzuknüpfen und weiter für eine revolutionäre Perspektive standhaft und kämpferisch zu streiten.

In diesem Sinne

Für eine revolutionäre Perspektive

Für den Kommunismus

Rote Aktion Mannheim

Bilder und Infos zu den Vorfeldaktionen:

roteaktion.blogsport.de

Veröffentlicht unter Berichte, Mannheim | Hinterlasse einen Kommentar

[VS] Der 1.Mai in Villingen-Schwenningen

Am diesjährigen 1.Mai veranstaltete der DGB in Villingen-Schwenningen das zweite Jahr in Folge eine Demonstration. Insgesamt beteiligten sich etwa 150 Menschen daran. Die Demonstration die unter dem offiziellen Motto des DGB „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.“ stand, führte vom Schwenninger Bahnhof in die Innenstadt und endete auf dem 1.Maifest der Gewerkschaften. Ein kleiner antikapitalistischer Block sorgte zusammen mit migrantischen GenossInnen für eine laute und kämpferische Demonstration.

Auch in diesem Jahr rief die Linke Aktion dazu auf sich am 1.Mai in Schwenningen zu beteiligen, um weitergehende Forderungen als die des DGB wahrnehmbar zu machen, denn um als revolutionäre Linke langfristig eine Perspektive zu entwickeln und die lokale Verankerung fortschrittlicher Strukturen auszubauen, ist es unerlässlich vor Ort präsent zu sein.

Eine Mobilisierung auf den 1.Mai in Villingen-Schwenningen bietet ein höheres Mobilisierungspotential, außerdem erreicht sie deutlich mehr Menschen in unserer Stadt, als die Beteiligung an Demonstrationen in anderen Städten.

Eine Beteiligung an den Aktionen des DGB bedeutet nicht, dass wir uns dessen reformistischen Forderungen anschließen oder gar unterordnen, vielmehr ging und geht es uns darum diese als zu kurz gegriffen zu entlarven und ihnen die Notwendigkeit eines grundlegenden Umsturzes des Kapitalismus entgegenzustellen.

Unser diesjähriger regionaler Aufruf stand unter dem Motto: „Für Klassenkampf, internationale Solidarität und Revolution“. Außerdem beteiligten wir uns gemeinsam mit Gruppen, unter anderem aus Berlin, Hamburg, Stuttgart und Mannheim an einer Bundesweiten Mobilisierung zum 1.Mai.

In den Wochen vor dem Kampftag der ArbeiterInnenklasse gab es mehrere Mobilisierungs- und Verteilaktionen, etwa eine Spontandemonstration in Villingen. Insgesamt wurden in den Innenstädten und Wohngebieten mehrere tausend Broschüren und Zeitungen verteilt. Zahlreiche Plakate machten die Mobilisierung auch im Stadtbild sichtbar.

Die Mobiliserung von Seiten des DGB war hingegen, wie im Vorjahr, kaum wahrnehmbar. Die offiziellen Plakate waren schlecht lesbar und in den Zeitungen der Einzelgewerkschaften wurde der 1.Mai nicht beworben.

Die Demonstration begann um 10 Uhr ohne Auftaktkundgebung am Bahnhof. Sie führte über das Gewerkschaftshaus in die Innenstadt, dabei wurde sie von zwei Streifenwägen der Polizei begleitet und war wie im letzten Jahr mit ihrer knapp halbstündigen Laufzeit zu kurz.

Der antikapitalistische Block sorgte mit einigen Fahnen, einem Megafon, zwei Seitentransparenten und lauten, kämpferischen Parolen für eine gute Stimmung. Bei der Zwischenkundgebung am Gewerkschaftshaus hielten zwei Vertreter der ver.di-Jugend eine erfreulich kämpferische Rede, darin forderten sie unter anderem ein Verbot von Überstunden, Übernahme von Auszubildenden, die Abkehr von der Politik der Standortlogik und internationale Solidarität mit KollegInnen in Griechenland, Spanien und allen anderen Ländern.

Die Rede fand viel Zuspruch von Seiten der Demonstrierenden und wurde unterbrochen von der Parole „Hoch die internationale Solidarität!“ in die ein Großteil der TeilnehmerInnen einstimmte.

Danach setzte die Demonstration ihren Weg in die Innenstadt fort, wo ein bengalisches Feuer aus dem Block heraus gezündet wurde. Entlang der Route hatten GenossInnen Plakate der Kampagne „Kein NATO-Angriff auf Syrien“ geklebt mit dem Aufruf „Am Samstag nach Tag X“ sich an der Demonstration in Stuttgart zu beteiligen.

Die Demo endete beim DGB-Fest auf dem Muslenplatz. Hier kam es unter Protest zu einer Personalienaufnahme aufgrund des zuvor gezündeten Feuerwerks.

Auf dem Fest wurde neben der linken Tageszeitung „Junge Welt“ zahlreiche Flyer gegen den Krieg in Syrien und die 1.Mai-Zeitung verteilt. Neben den Gewerkschaften war auch das „Aktionsbündnis gegen Rechts“ mit einem eigenen Infostand vertreten. Wie im letzten Jahr versuchte Siegfried Kauder, Bundestagsabgeordneter der CDU wider eine Rede zu halten, was ihm allerdings aufgrund der lautstarken Proteste, die sein Auftritt im letzten Jahr hervorgerufen hatte, verwehrt wurde.

Grundsätzlich bewerten wir die Aktionen rund um den 1.Mai dieses Jahr positiv. Mehr Menschen als im Vorjahr machten ihre Ablehnung des kapitalistischen Systems deutlich und forderten eine solidarische Gesellschaft. Diese Menschen machten als einziger Teil der Demo ihre Forderungen durchweg lautstark und stimmungsvoll deutlich. Die meisten jungen TeilnehmerInnen (aber erfreulicherweise auch einige ältere Leute) fanden sich überdies in dem antikapitalistischen Block. Dies alles wurde von vielen anderen DemoteilnehmerInnen auch wahrgenommen, stieß auf positive Resonanz.

Das während der Demonstration gezündete Bengalo schaffte einen kämpferischen Ausdruck und stieß neben verhaltener Ablehnung auf positive Resonanz. Leider gelang es nicht die Personalienaufnahme zu verhindern, was durch ein entschlosseneres Auftreten eventuell möglich gewesen wäre.

Der 1.Mai in Schwenningen hat deutlich gemacht, dass es auch in der Doppelstadt eine wachsende Zahl von Menschen gibt, die für eine revolutionäre Perspektive, für eine gerechte und solidarische Welt einstehen.

Bilder und weitere Infos auf:

linkeaktion.blogsport.de und

hier

 

 

Veröffentlicht unter Berichte, Villingen-Schwenningen | Hinterlasse einen Kommentar

[VS] Mobiaktionen zum 1. Mai

An den beiden Samstagen vor dem 1. Mai, also am 20. und 27. April, organisierten einige Linke aus Villingen und Schwenningen, trotz ausgesprochen schlechten Wetters, Mobiaktionen jeweils in den beiden Innenstädten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Berichte, Villingen-Schwenningen | Hinterlasse einen Kommentar

[S] Mobilisierungsmaterial ist da!

Aufrufe, Flyer und Plakate sind unter anderem im Infoladen Stuttgart (Böblingerstr. 105, Eingang Taubenstr.) Montags bis Freitags von 17-19 Uhr und Samstags ab 20 Uhr, sowie bei Veranstaltungen im Linken Zentrum erhältlich. Sie können auch per Mail bestellt werden: mail(aet)revolutionaere-aktion.org

Bei einem Basteltreffen können gemeinsam Schilder, Transparente, Fahnen etc. hergestellt werden. Es findet am Sonntag, den 27.04. ab 12 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann statt.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar